Bloggen Sie noch, oder tumblen Sie schon?
Alfred | 8. Februar 2010Tut sich hier ein neuer Trend auf, oder ist es nur eine Eintagsfliege? Während ein Blog ständig nach neuen Beiträgen hungert und Twitter über ein paar Worte nicht hinauskommt, hat sich mit tumble ein neuer Dienst gemeldet, der die Nachteile des Blog und von Twitter nicht hat.
Ist Tumble wirklich neu?
Selbst definiert sich tumble, als mehr als eine Linksammlung aber weniger als ein Blog. Ein neuer Trend den wir uns merken sollten?
Seit 2005 im Netz
Der Begriff Tumblelog tauche erstmals im April 2005 auf. Ist also, in Web2.0 Zeit betrachtet, uralt. Tumblelog bezeichnet ein Online-Instrument, das ähnlich wie ein Notizbuch verwendet wird. Ein Online Notizbuch, das ohne großen Vorkenntnissen, öffentlich im Netz geschrieben wird.
Wobei die Nachrichten oder Notizen nicht strukturiert werden, sondern in eine Endlosschleife präsentiert werden. Was es genau ist, wissen selbst die User nicht. Dies zeigt auch ganz deutlich ein Eintrag.
„Ich weiß selber noch nicht genau was das ist. Eine Art Notizheft fürs Internet. Und da es ja Usus ist im Internet jegliche Privatsphäre abzulegen, könnt ihr natürlich gern mein Notizbuch lesen.“
Christopher Clay ist ein tumbler
„Ich wollte zwar online publizieren, bin aber von den Anforderungen und Erwartungen eine Blogs zurückgeschreckt. Da muss man regelmäßig viel schreiben, was zu sagen haben, eben ein Experte sein.“ Nun gut, sind alle Blogger Experten?
Experte ist er keiner, aber Soup hat er gemacht?
Gut, der möchte kein Experte sein, scheint doch mehr Experte zu sein, als viele von uns. Schließlich ging im November 2007 sein soup.io online. Keine schlechte Idee, heute benutzen rund 30 000 registrierte User den Dienst. Und ca. 300 000 Besucher pro Monat kommen vorbei.
Wo ist das Geschäft?
Ja, wo ist das Geschäft? Oder ist alles nur Liebhaberei, wie es die Finanzbehörde nennen würde? Kann ich leider auch nicht sagen. Aber eines ist sicher, wo viele Besucher sind, kann man auch Geld machen. So gesehen könnte aus soup noch etwas großes werden. Oder zumindest aus tumble. :-)
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Guten Morgen Alfred!
Tumblr ist nicht wirklich neu, auch wenn anscheinend in Deutschland noch nicht so bekannt.
Bietet schon einige geniale Möglichkeiten. (Ich habe das mal mit 3 Tumblr Blogs ‘nebenher’ probiert)
Blitzschnell sind neue Inhalte eingefügt. Es spielt keine Rolle, ob Bilder, Videos, Links oder einfach ‘nur’ Text.
Auch die Vernetzung in der Tumblr Gemeinde ist gut. Man kann andere Tumblr Blogs abonnieren und interessantes auf Klick Reposten. So ähnlich wie ein Reetweet bei Twitter.
Als Ideensammlung sicher genial. Noch nicht angesprochen die Möglichkeit, die Artikel automatisch an andere Dienste – wie zum Beispiel Twitter – weiterzureichen.
Ebenfalls gut gelöst – AdSense Einbauen, Veränderungen am Layout und keine Fremdwerbung. Man kann selbst verändern.
Bleibt als kleines – aber sehr wichtiges – Handicap.
Die Indizierung bei Google ist – na – einfach Sch****. Artikel mal 5 Tage, vielleicht mal 10 Tage im Index. Und Tschüss.
Nebenher – ja. Hauptblog… Also ich nicht, hab’s echt probiert.